Zwischen 1953 und 1962 produzierte das Katholische Filmwerk in Rottenburg bei Stuttgart über 100 Folgen der „Zeitschau“ bzw. ab Folge 26 des „Spiegel der Zeit“. Die Monatsschau war das katholische Pendant der säkularen Wochenschauen „Blick in die Welt" und „Der Augenzeuge".
Katholisches Filmwerk
1953-1962
ca. 100
10-15 min
16mm | s/w
Kirche, Religion, Gesellschaft, Politik, Kultur, Sport
Weltweit, Schwerpunkte: Bundesrepublik Deutschland (BRD)
Zwischen 1953 und 1962 produzierte das Katholische Filmwerk in Rottenburg bei Stuttgart über 100 Folgen der „Zeitschau“ bzw. ab Folge 26 des „Spiegel der Zeit“. Die Monatsschau war das katholische Pendant der säkularen Wochenschauen „Blick in die Welt" und „Der Augenzeuge".
Am Anfang stand das Format im Zeichen der katholischen Medienarbeit der Nachkriegszeit und hatte sich zum Ziel gesetzt, über ein audiovisuelles Medium in die Gesellschaft der Bundesrepublik hineinzuwirken. Die katholische Monatsschau wurde wie die weltlichen Wochenschauen als Vorprogramm zu Kinofilmen gezeigt, anders als diese jedoch hauptsächlich in Gemeindesälen oder katholischen Wanderkinos. „Zeitschau“/„Spiegel der Zeit“ richtete sich damit an ein überwiegend katholisches Publikum, zunächst nur im Bistum Rottenburg-Stuttgart, ab Mitte der 1950er-Jahre auch in den Erzbistümern München und Paderborn sowie dem Bistum Augsburg.
In 10- bis 15-minütigen Ausgaben informierte „Zeitschau“/ „Spiegel der Zeit“ sowohl über innerkirchliche Ereignisse als auch über das nationale und internationale Zeitgeschehen aus den Bereichen Politik, Gesellschaft, Kultur und Sport. Im Fokus der Berichterstattung standen Themen wie Wallfahrten und Prozessionen (z.B. die Sühnewallfahrt mit Konrad Adenauer und Kurt Georg Kiesinger 1960), kirchliche Feiern und Veranstaltungen (z.B. der Eucharistische Weltkongress 1960 in München), kirchliche Sozialarbeit in der BRD oder Missionsarbeit in Entwicklungsländern und Errichtung von katholischen Siedlungen im Ausland. Unter Rückgriff auf das Filmmaterial der Wochenschauen verknüpfte „Zeitschau“/ „Spiegel der Zeit“ dabei häufig weltpolitische und kirchliche Themen miteinander, etwa Friedensbotschaften des Papstes mit Berichten über aktuelle politische Konflikte.
Die katholische Monatsschau bietet ergänzend zu den Wochenschauen „Der Augenzeuge" und „Blick in die Welt" einen zusätzlichen Blick aus kirchlicher Perspektive auf die Ereignisse der 1950er- und frühen 1960er-Jahre.